Hochzeit planen: Der komplette Ratgeber 2025

Eine Hochzeit in Deutschland kostet durchschnittlich 15.000-30.000€ und erfordert 12-18 Monate Planung. Dieser Guide deckt alle Aspekte ab: Budget, Outfit, Geschenke, Standesamt und Organisation für den DACH-Raum.

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Im Jahr 2024 haben sich in Deutschland 349.216 Paare das Jawort gegeben – der niedrigste Stand seit 19501. Trotz sinkender Zahlen bleibt die Hochzeit ein bedeutendes Lebensereignis, das durchschnittlich 15.000 bis 30.000 Euro kostet und 12 bis 18 Monate Planung erfordert2. Dieser umfassende Ratgeber begleitet Sie durch alle Aspekte der Hochzeitsplanung im deutschsprachigen Raum – von den ersten Schritten bis zum großen Tag.


Aktuelle Hochzeitsstatistiken im DACH-Raum

Deutschland: Weniger Ehen, höheres Heiratsalter

Das Statistische Bundesamt verzeichnete für 2024 insgesamt 349.216 Eheschließungen, davon 340.400 zwischen Mann und Frau sowie 8.818 gleichgeschlechtliche Ehen1. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 3,3% – ein Trend, der sich seit Jahren fortsetzt.

Das durchschnittliche Erstheiratsalter liegt mittlerweile bei 34,3 Jahren für Männer und 31,8 Jahren für Frauen3. Vor 30 Jahren heirateten Deutsche im Schnitt noch fünf Jahre früher. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: längere Ausbildungszeiten, Karrierefokus und der Wunsch nach finanzieller Stabilität vor der Eheschließung.

Die Scheidungsstatistik zeigt ein differenziertes Bild: 2024 wurden rund 129.300 Ehen geschieden, was einer Scheidungsrate von etwa 33,6% entspricht4. Die durchschnittliche Ehedauer vor der Scheidung beträgt 14,8 Jahre. Interessanterweise sinkt die Scheidungsrate seit 2003 kontinuierlich – ein Hinweis darauf, dass Paare heute bewusster heiraten.

KennzahlDeutschland 2024
Eheschließungen349.216
Gleichgeschlechtliche Ehen8.818
Scheidungen129.300
Scheidungsrate33,6%
Durchschnittliche Ehedauer14,8 Jahre

Österreich: Stabile Zahlen mit regionalen Unterschieden

In Österreich gaben sich 2024 insgesamt 45.810 Paare das Jawort – nahezu unverändert zum Vorjahr5. Das Erstheiratsalter liegt bei 33,6 Jahren für Männer und 31,6 Jahren für Frauen, womit Österreich im europäischen Mittelfeld rangiert.

Bei 72,6% der Eheschließungen handelte es sich 2024 um die erste Ehe beider Partner. Die Scheidungsrate von 36,5% liegt etwas über dem deutschen Niveau5. Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die Steiermark verzeichnete 2024 einen Anstieg der Eheschließungen um 3,9%, während das Burgenland einen Rückgang von 13,6% meldete.

Schweiz: Hohe Internationalität bei Eheschließungen

Die Schweiz registrierte 2024 insgesamt 36.769 Eheschließungen6. Bemerkenswert ist die hohe Internationalität: Bei 34% der Ehen hatte ein Partner die Schweizer und der andere eine ausländische Staatsangehörigkeit. Das Erstheiratsalter liegt bei 32,4 Jahren für Männer und 30,5 Jahren für Frauen – etwas niedriger als in Deutschland.

Seit 2022 sind auch gleichgeschlechtliche Ehen in der Schweiz möglich, nachdem die Bevölkerung dies im September 2021 mit 64,1% Zustimmung beschlossen hatte.

LandEheschließungen 2024Erstheiratsalter (M/F)
Deutschland349.21634,3 / 31,8
Österreich45.81033,6 / 31,6
Schweiz36.76932,4 / 30,5

Hochzeitskosten: Was Sie wirklich einplanen müssen

Deutschland: 15.000 bis 30.000 Euro als Richtwert

Eine durchschnittliche Hochzeit in Deutschland kostet 15.000 bis 30.000 Euro bei etwa 60 bis 80 Gästen2. Laut der WeddyPlace-Studie 2024 gibt über die Hälfte der Brautpaare bis 15.000 Euro aus, während luxuriösere Feiern in Metropolregionen schnell 50.000 Euro und mehr erreichen können7.

Die größten Kostenblöcke verteilen sich wie folgt:

PostenDurchschnittliche KostenAnteil am Budget
Location & Catering8.000-15.000€40-50%
Brautkleid & Accessoires1.500-3.000€10-15%
Fotograf & Video1.500-3.500€10-12%
Musik (DJ/Band)1.000-2.500€6-10%
Blumen & Dekoration800-2.000€5-8%
Ringe800-2.000€4-6%
Einladungen & Papeterie300-800€2-4%

Regionale Preisunterschiede in Deutschland

Die Kosten variieren erheblich je nach Region:

Metropolregionen (München, Hamburg, Berlin): Brautpaare zahlen hier 350-500€ pro Gast, vor allem wegen höherer Location- und Cateringpreise8.

Ländliche Regionen: Hier sind 200-400€ pro Gast realistisch, wobei die Auswahl an exklusiven Locations eingeschränkter sein kann.

Saisonale Schwankungen: Eine Hochzeit im März kostet durchschnittlich 12.722€, während im Hochsommermonat Juli 16.153€ fällig werden2. Freitage werden immer beliebter, da sie oft günstiger als Samstage sind.

Schweiz: Deutlich höhere Budgets

In der Schweiz müssen Paare mit 30.000 bis 50.000 CHF (ca. 32.000-53.000€) rechnen9. Die höheren Kosten ergeben sich primär aus dem allgemein höheren Preisniveau:

PostenKosten Schweiz (CHF)
Location3.000-15.000
Catering (pro Gast)~230
Brautkleid2.000-4.000
Anzug800-2.000
Fotograf2.500-5.000
DJ1.500-2.000
Eheringe~3.000

Spartipp: Planen Sie grundsätzlich einen Puffer von 10-15% für unvorhergesehene Ausgaben ein. Erfahrungsgemäß überschreiten über 50% der Paare ihr ursprüngliches Budget2.

Detaillierte Kostenübersicht für Ihre Hochzeit


Geldgeschenke: Wie viel ist angemessen?

Die Faustformel für Deutschland

Als Hochzeitsgast gilt die Grundregel: Das Geschenk sollte mindestens den Wert des eigenen Gedecks abdecken (80-150€) plus einen angemessenen Betrag je nach Beziehung zum Brautpaar10.

Beziehung zum BrautpaarEmpfohlener Betrag pro Person
Eltern100-500€+
Großelternbis 200€
Geschwister100-150€
Trauzeugen100-200€
Tanten/Onkel~100€
Cousins/Cousinen50-150€
Enge Freunde80-150€
Bekannte/Freunde50-100€
Arbeitskollegen30-50€
Nachbarn20-50€

Regionale Unterschiede in Deutschland

Die Geschenkhöhe variiert je nach Bundesland10:

  • Bayern & Baden-Württemberg: 70-130€ pro Person – traditionell höhere Beträge, besonders in ländlichen Regionen
  • Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen: 60-100€ pro Person
  • Östliche Bundesländer: 50-80€ pro Person – tendenziell niedrigere Beträge

Übergabe: Umschlag, Überweisung oder digital?

70% der deutschen Brautpaare bevorzugen Geldgeschenke, da sie flexibel für die Hochzeitskosten, Flitterwochen oder den gemeinsamen Hausstand eingesetzt werden können10.

Die gängigsten Übergabemethoden:

  • Klassischer Umschlag in einer Karte – persönlich und traditionell
  • Banküberweisung – praktisch, wenn keine Bargeldsummen gewünscht sind
  • PayPal/Online-Cagnotte – bei digitalen Einladungen zunehmend beliebt

Tipp: Schenken Sie bevorzugt runde Beträge (50€, 100€, 150€). Vermeiden Sie „krumme" Summen wie 47,50€.

Kompletter Guide zu Hochzeitsgeschenken


Dresscode: Was zieht man zur Hochzeit an?

Farben, die Sie vermeiden sollten

Drei Farbkategorien gelten bei Hochzeiten als Tabu11:

  1. Weiß, Creme, Champagner, Elfenbein – Diese Töne sind ausschließlich der Braut vorbehalten. Wer in diesen Farben erscheint, riskiert nicht nur böse Blicke, sondern wird auf Fotos mit der Braut verwechselt.

  2. Komplett Schwarz – In Deutschland traditionell mit Trauer assoziiert. Bei formellen Abendveranstaltungen ist ein schwarzes Kleid mit farbigen Accessoires akzeptabel.

  3. Grelles Rot – Kann als zu auffällig empfunden werden und lenkt die Aufmerksamkeit von der Braut ab.

Dresscodes nach Einladung

DresscodeDamenHerren
Festlich/FormalLanges Abendkleid oder elegantes CocktailkleidDunkler Anzug mit Krawatte
Elegant/Semi-formalKnie- oder wadenlanges KleidAnzug, Krawatte optional
Leger/Smart CasualSchickes Tageskleid oder HosenanzugSakko und Chinos
GartenfestSommerkleid, flache Schuhe möglichLeinenhose, Hemd ohne Krawatte

Besonderheiten bei kirchlichen Trauungen

In katholischen Kirchen sollten Schultern und Knie bedeckt sein12. Planen Sie einen leichten Schal oder Bolero ein, falls Ihr Kleid schulterfreie Träger hat.

Standesamt: Der Dresscode ist lockerer. Ein elegantes Tagesoutfit reicht aus.

  • Nachhaltige Mode: Gekaufte oder gemietete Second-Hand-Kleidung
  • Hosenanzüge für Damen: Zunehmend akzeptiert und beliebt
  • Farbige Anzüge für Herren: Blau- und Grüntöne statt klassischem Schwarz

Outfit-Guide für Hochzeitsgäste


Standesamtliche Hochzeit: Dokumente und Ablauf

Benötigte Unterlagen in Deutschland

Die Anmeldung der Eheschließung erfolgt beim Standesamt des Wohnsitzes eines Partners. Die Anmeldung ist frühestens 6 Monate vor dem gewünschten Termin möglich und 6 Monate gültig13.

Standardunterlagen (beide deutsch, ledig):

  • Gültiger Personalausweis oder Reisepass
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (max. 6 Monate alt)
  • Erweiterte Meldebescheinigung (max. 14 Tage alt)

Zusätzlich bei Sonderfällen:

  • Bei Scheidung: Beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister mit Scheidungsvermerk
  • Bei Verwitwung: Sterbeurkunde des früheren Partners
  • Bei gemeinsamen Kindern: Geburtsurkunden der Kinder
  • Bei ausländischer Staatsangehörigkeit: Ehefähigkeitszeugnis, beglaubigte Übersetzungen, ggf. Apostille

Kosten der standesamtlichen Trauung

LeistungKosten
Anmeldung und Prüfungca. 45-70€
Trauung an anderem Standesamt+40€
Trauung außerhalb der Öffnungszeiten+80€
Trauzimmer außerhalb des Standesamtsje nach Stadt

Unterschiede in Österreich und der Schweiz

Österreich: Die Anmeldung erfolgt beim Standesamt des Wohnsitzes. Zwei Trauzeugen sind Pflicht. Die Kosten liegen bei etwa 100-150€.

Schweiz: Das Verfahren dauert mehrere Wochen bis Monate. Die Gesamtkosten betragen CHF 250-330 (Vorbereitungsverfahren CHF 150 + Trauung CHF 100-180)14. Zwei Trauzeugen sind obligatorisch.

Güterstand: Welcher Ehevertrag passt?

Ohne Ehevertrag gilt in Deutschland automatisch die Zugewinngemeinschaft: Während der Ehe erworbenes Vermögen wird bei Scheidung hälftig geteilt.

GüterstandBeschreibungEmpfohlen für
ZugewinngemeinschaftStandard ohne Vertrag; Zugewinn wird bei Scheidung ausgeglichenDie meisten Paare
GütertrennungJeder behält sein Vermögen komplettUnternehmer, große Vermögensunterschiede
GütergemeinschaftAlles gehört beiden gemeinsamSeltene Sonderfälle

Ein Ehevertrag kostet beim Notar 300-600€ für Standardfälle15.

Namensrecht nach der Hochzeit

In Deutschland können Ehepaare:

  • Einen gemeinsamen Familiennamen wählen (Name eines Partners)
  • Einen Doppelnamen führen (nur der Partner, dessen Name nicht Ehename wird)
  • Ihre jeweiligen Geburtsnamen behalten

Wichtig: Der Doppelname kann nur von einem Partner geführt werden, nicht von beiden.

Alle Infos zur standesamtlichen Trauung


Deutsche Hochzeitstraditionen

Polterabend: Scherben bringen Glück

Der Polterabend ist eine der ältesten deutschen Hochzeitstraditionen und findet traditionell am Abend vor der Hochzeit statt16. Freunde, Familie und Nachbarn versammeln sich vor dem Haus des Brautpaares und zerschlagen mitgebrachtes Porzellan und Steingut – allerdings kein Glas, da dies Unglück bringen soll.

Der Lärm soll böse Geister vertreiben, während das gemeinsame Aufkehren der Scherben durch das Brautpaar die Teamarbeit in der künftigen Ehe symbolisiert. Heute wird der Polterabend oft mit einem geselligen Grillabend kombiniert.

Baumstamm sägen: Die erste gemeinsame Aufgabe

Das Baumstamm sägen ist ein beliebtes Hochzeitsspiel, bei dem das Brautpaar mit einer Zwei-Mann-Säge einen Holzstamm (15-20 cm Durchmesser) durchtrennen muss17.

Die Symbolik:

  • Der Baumstamm repräsentiert das erste Hindernis in der Ehe
  • Das abwechselnde Ziehen und Drücken steht für Gleichberechtigung
  • Der Erfolg zeigt, dass das Paar gemeinsam Herausforderungen meistert

Tipp: Die Holzscheiben können als Gästebuch verwendet werden – Gäste unterschreiben auf der Schnittfläche.

Weitere beliebte Bräuche

Brautentführung (vor allem süddeutsch): Freunde „entführen" die Braut und der Bräutigam muss sie suchen und mit Getränkerunden „freikaufen".

Hochzeitssuppe: In vielen Regionen wird zur Hochzeit eine klare Suppe mit Einlagen serviert – ein Symbol für Wohlstand.

Brautstraußwerfen: Die ledigen Frauen versammeln sich, die Braut wirft ihren Strauß rückwärts – wer ihn fängt, heiratet als Nächste.

Spalier stehen: Kollegen oder Vereinsmitglieder bilden nach der Trauung ein Spalier mit berufstypischen Gegenständen (Tennisschläger, Feuerwehrschläuche etc.).

Reis werfen: Als Glücks- und Fruchtbarkeitssymbol nach der kirchlichen Trauung – heute oft durch Blütenblätter oder Seifenblasen ersetzt.

Regionale Unterschiede in Deutschland

Norddeutschland (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg): Eher schlichtere Feiern mit weniger ausgeprägten Bräuchen. Der Fokus liegt auf dem geselligen Beisammensein. Typisch ist das „Schnorren" – die Braut sammelt während der Feier Geld von den Gästen für ein Kinderbett oder die Hochzeitsreise.

Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg): Ausgeprägtere Traditionen und oft mehrtägige Feiern. Der Hochzeitslader (auch „Hochzeitsbitter") lädt in traditioneller Tracht persönlich zur Hochzeit ein. Das Kranzbinden am Vorabend durch unverheiratete Frauen ist in katholischen Regionen verbreitet. Typisch bayrisch ist auch das Hochzeitschießen mit Böllern bei der Ankunft des Brautpaares.

Rheinland und Westfalen: Die Brautjungfern tragen traditionell weiße Kleider (eine Ausnahme von der Regel!) und führen die Braut in einem Zug zur Kirche. Der Hochzeitsbaum mit Bändern und kleinen Geschenken wird vor dem Haus aufgestellt.

Ostdeutsche Bundesländer: Nach der Wiedervereinigung haben sich westdeutsche Traditionen mit lokalen Bräuchen vermischt. Die Hochzeitskutsche ist besonders in ländlichen Regionen Brandenburgs und Sachsens beliebt.

Traditionen in Österreich

Brautschuhkauf: In Österreich zahlt der Bräutigam traditionell die Brautschuhe. Diese sollte die Braut vor der Hochzeit „einlaufen", um zu zeigen, dass sie fleißig ist. Die Schuhe werden mit Pfennigen (Cent) bezahlt, die die Braut seit ihrer Kindheit gespart hat.

Maschkerln: In ländlichen Regionen Österreichs verkleiden sich Gäste am Ende der Feier als Figuren und führen humorvolle Sketche über das Brautpaar auf.

Poltern (österreichisch): Ähnlich wie der deutsche Polterabend, aber oft am selben Tag wie die Hochzeit, nachmittags vor der Trauung.

Traditionen in der Schweiz

Baumstamm sägen (Schweizer Variante): In der Schweiz wird der Brauch des Baumstammsägens besonders gepflegt. Der Stamm symbolisiert die Hindernisse des Lebens, die das Paar gemeinsam überwinden muss.

Toupin (Glocke): Ein traditionelles Schweizer Hochzeitsgeschenk ist der Toupin – eine Messingglocke mit den eingravierten Namen und dem Hochzeitsdatum. Die Glocke soll das Paar an besondere Momente erinnern.

Brot und Salz: Das Überreichen von Brot und Salz durch die Eltern symbolisiert den Wunsch nach Wohlstand (Brot) und Würze im Leben (Salz).

Kirchliche Hochzeit planen


Kirchliche Trauung: Voraussetzungen und Ablauf

Katholische Trauung

Die katholische Trauung ist ein Sakrament und hat daher besondere Anforderungen:

Voraussetzungen:

  • Mindestens ein Partner muss katholisch getauft sein
  • Besuch eines Ehevorbereitungskurses (meist ein Wochenende)
  • Taufschein beider Partner (nicht älter als 6 Monate)
  • Bei gemischtkonfessionellen Paaren: Dispens vom Bischof
  • Die Ehe muss auf Lebenszeit und für Kinder offen geschlossen werden

Ablauf der Zeremonie (ca. 45-60 Minuten):

  1. Einzug und Begrüßung
  2. Wortgottesdienst mit Lesungen
  3. Predigt
  4. Trauungsfragen und Jawort
  5. Segnung und Austausch der Ringe
  6. Fürbitten
  7. Eucharistiefeier (bei voller Messe)
  8. Segen und Auszug

Evangelische Trauung

Die evangelische Trauung ist kein Sakrament, sondern ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung.

Voraussetzungen:

  • Mindestens ein Partner sollte evangelisch sein
  • Vorheriges Traugespräch mit dem Pfarrer
  • Konfirmationsbescheinigung (falls vorhanden)

Besonderheiten:

  • Flexiblerer Ablauf als bei katholischen Trauungen
  • Paare können eigene Texte, Lieder und Fürbitten einbringen
  • Dauer: ca. 30-45 Minuten

Freie Trauung

Eine freie Trauung wird von einem freien Redner oder Zeremonienmeister durchgeführt und hat keine religiöse oder rechtliche Bindung. Sie eignet sich für:

  • Konfessionslose Paare
  • Paare unterschiedlicher Religionen
  • Alle, die eine personalisierte Zeremonie wünschen

Kosten: 800-2.500€ je nach Redner und Umfang der Zeremonie

Alle Infos zur kirchlichen Trauung


Trauzeugen: Aufgaben und Anforderungen

Rechtliche Situation in Deutschland

Seit 1998 sind Trauzeugen in Deutschland nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben18. Die meisten Paare wählen dennoch Trauzeugen aus emotionalen Gründen. Maximal können zwei Trauzeugen pro Person (also vier insgesamt) benannt und im Standesamt eingetragen werden.

In Österreich und der Schweiz sind hingegen zwei Trauzeugen Pflicht – je einer pro Ehepartner.

Anforderungen an Trauzeugen

  • Volljährig (mindestens 18 Jahre)
  • Geschäftsfähig
  • Mit gültigem Personalausweis zur Trauung erscheinen
  • Keine Verwandtschaftseinschränkungen (Geschwister, Eltern sind erlaubt)

Typische Aufgaben der Trauzeugen

Vor der Hochzeit:

  • Unterstützung bei der Planung
  • Organisation von Junggesellenabschied (JGA)
  • Hilfe bei der Auswahl von Kleidung, Deko, Location
  • Koordination mit anderen Helfern

Am Hochzeitstag:

  • Unterschrift auf der Heiratsurkunde
  • Halten der Eheringe bis zum Austausch
  • Ansprechpartner für Gäste und Dienstleister
  • Rede oder Toast beim Empfang
  • Unterstützung bei Notfällen (verlorene Accessoires, Zeitmanagement)

Brautjungfern und Groomsmen

Im Unterschied zu den rechtlichen Trauzeugen sind Brautjungfern und Groomsmen rein zeremoniell und stammen aus der angloamerikanischen Tradition. Sie haben keine rechtliche Funktion, können aber bei der Organisation helfen und bilden oft eine Hochzeitsgesellschaft für Fotos.

Alles über Trauzeugen


Hochzeitsplanung: Die ideale Timeline

12-18 Monate vorher

Grundlegende Entscheidungen:

  • Budget festlegen und Finanzierung klären
  • Hochzeitsstil definieren (klassisch, modern, rustikal, etc.)
  • Gästeliste erstellen (grobe Anzahl)
  • Datum und Saison wählen
  • Location suchen und reservieren
  • Fotograf und Videograf buchen

Wichtig: Beliebte Locations und Top-Fotografen sind oft 12-18 Monate im Voraus ausgebucht!

6-12 Monate vorher

Konkrete Planungen:

  • Standesamt kontaktieren und Termin reservieren
  • Trauzeugen offiziell fragen
  • Caterer auswählen und Menü planen
  • Musik buchen (DJ oder Band)
  • Brautkleid kaufen (Änderungen brauchen Zeit)
  • Save-the-Date-Karten versenden
  • Flitterwochen planen

3-6 Monate vorher

Detailplanung:

  • Einladungen versenden (RSVP-Frist setzen)
  • Anzug für den Bräutigam kaufen
  • Dekoration und Blumen bestellen
  • Eheringe aussuchen
  • Hochzeitstorte bestellen
  • Friseur und Make-up buchen
  • Ehevertrag ggf. beim Notar abschließen

1-3 Monate vorher

Feinschliff:

  • RSVP-Rückmeldungen sammeln
  • Sitzplan erstellen
  • Ablaufplan mit Dienstleistern abstimmen
  • Probeessen beim Caterer
  • Anprobe Brautkleid (finale Änderungen)
  • Standesamt-Unterlagen einreichen
  • Musik- und Liederwünsche finalisieren

Letzte 4 Wochen

Endspurt:

  • Letzte Bestätigungen aller Dienstleister
  • Notfallkit zusammenstellen (Nähzeug, Pflaster, Schmerzmittel)
  • Reden und Texte vorbereiten
  • Hochzeitsgeschenke für Gäste vorbereiten
  • Sitzplan finalisieren
  • Zahlungen abschließen
  • Entspannen!

Komplette Hochzeits-Checkliste


Hochzeitsjubiläen: Von der Papierhochzeit bis zur Kronjuwelenhochzeit

Die Tradition, Ehejubiläen nach Materialien zu benennen, stammt aus dem mittelalterlichen Deutschland19. Paare, die 25 Jahre verheiratet waren, erhielten silberne Kränze, bei 50 Jahren goldene.

Die wichtigsten Hochzeitsjubiläen

JahreNameSymbolik
1PapierhochzeitZart und empfindlich wie Papier
5HolzhochzeitFeste Wurzeln geschlagen
10RosenhochzeitBlühende Liebe
12,5PetersilienhochzeitFrische in der Ehe
15KristallhochzeitKlar und wertvoll
20PorzellanhochzeitKostbar, aber zerbrechlich
25SilberhochzeitEdelmetall – große Feier
30PerlenhochzeitGewachsene Schönheit
35LeinenhochzeitBeständigkeit
40RubinhochzeitTiefe Verbundenheit
45MessinghochzeitGlänzend durch die Zeit
50Goldene HochzeitHöhepunkt – oft mit großem Fest
55PlatinhochzeitSelten und wertvoll
60Diamantene HochzeitUnzerstörbar
65Eiserne HochzeitStärke über Generationen
70GnadenhochzeitSegen des langen Lebens
75KronjuwelenhochzeitEinzigartig

Silberhochzeit (25 Jahre)

Die Silberhochzeit ist das erste große Jubiläum und wird oft mit einer Erneuerung des Eheversprechens und einer Feier im Familien- und Freundeskreis begangen. Traditionelle Geschenke sind Silberschmuck, gravierte Silbergegenstände oder ein gemeinsamer Kurzurlaub.

Goldene Hochzeit (50 Jahre)

Die Goldene Hochzeit gilt als Meilenstein der Ehe. Viele Paare feiern mit einer Messe oder Segnung in der Kirche, gefolgt von einem Festessen. Geschenke in Gold (Schmuck, vergoldete Rahmen) oder Erlebnisgeschenke (Reise an den Hochzeitsort) sind üblich.

Alle Hochzeitsjubiläen im Detail


Hochzeitstrends 2025: Was jetzt angesagt ist

Micro-Weddings: Klein, aber fein

Der Trend zu intimeren Feiern mit 20-50 Gästen setzt sich 2025 fort. Diese sogenannten „Micro-Weddings" bieten mehrere Vorteile:

  • Höheres Budget pro Gast für Premium-Erlebnisse
  • Intensivere Zeit mit jedem Gast
  • Geringerer Organisationsaufwand
  • Mehr Flexibilität bei der Location-Wahl

Laut Branchenanalysen ist die durchschnittliche Gästezahl in Deutschland von 85 (2017) auf 71 Personen (2024) gesunken2.

Nachhaltigkeit wird Standard

Umweltbewusstes Heiraten ist kein Nischentrend mehr, sondern wird zur Erwartung:

  • Lokale Blumen und Saisonware statt importierter Exoten
  • Digitale Einladungen oder Papier mit Saatgut zum Einpflanzen
  • Second-Hand-Brautkleider – die Suchanfragen stiegen um 45%
  • Regionale Caterer mit saisonalen, vegetarischen Optionen
  • Kompensation der CO2-Emissionen für Anreise und Feier

Eine durchschnittliche Hochzeit verursacht etwa 14-18 Tonnen CO2 – vergleichbar mit den jährlichen Emissionen einer Person.

Farben und Stilrichtungen 2025

Farbpaletten:

  • Mocha Mousse (Pantone-Farbe des Jahres 2025): Warme Erdtöne
  • Terracotta und Rost: Natürliche, warme Akzente
  • Salbeigrün: Frisch und zeitlos
  • Dunkelblau und Bordeaux: Eleganz für Abendveranstaltungen

Beliebte Stile:

  • Modern Romantic: Klare Linien mit romantischen Details
  • Rustic Chic: Scheunenhochzeiten mit eleganten Elementen
  • Boho Natural: Natürliche Materialien, lockere Atmosphäre
  • Classic Elegant: Zeitloser Luxus in Schlössern und Villen

Technologie auf der Hochzeit

  • Digitale RSVPs mit QR-Codes auf Einladungen
  • Livestreaming für Gäste, die nicht anwesend sein können
  • Wedding Content Creator: Ein neuer Beruf für Social-Media-Inhalte in Echtzeit
  • Drohnenaufnahmen: Spektakuläre Luftbilder der Location
  • Personalisierte Websites mit allen Infos für Gäste

Hochzeitslocations: Die richtige Wahl treffen

Beliebte Location-Typen in Deutschland

Location-TypPreisrahmenBesonderheiten
Schloss/Burg3.000-15.000€Romantisch, historisch, oft mit Übernachtungsmöglichkeiten
Scheune/Landgut2.000-8.000€Rustikal, flexibel, Outdoor-Möglichkeiten
Hotel2.000-10.000€All-inclusive möglich, Unterkünfte für Gäste
Restaurant1.000-5.000€Catering inklusive, weniger Aufwand
Weingut2.000-6.000€Mediterrane Atmosphäre, eigene Weine
Standesamt + Festsaal500-3.000€Praktisch, kostengünstig
Strand/See1.500-6.000€Naturkulisse, wetterabhängig

Tipps zur Location-Buchung

  1. Frühzeitig anfragen: Beliebte Locations sind 12-24 Monate im Voraus ausgebucht
  2. Versteckte Kosten prüfen: Miete, Aufbau, Abbau, Reinigung, Korkgeld
  3. Kapazität realistisch einschätzen: Mindest- und Maximalzahl der Gäste
  4. Plan B für Outdoor-Locations: Zelt oder Indoor-Alternative bei Regen
  5. Übernachtungsmöglichkeiten: Für Gäste, die von weiter anreisen

Regionale Location-Hotspots

Bayern: Schloss Neuschwanstein-Region, Chiemsee, Tegernsee Baden-Württemberg: Heidelberger Schloss, Schwarzwald-Scheunen Nordrhein-Westfalen: Zechen-Locations im Ruhrgebiet, Münsterland-Gutshöfe Mecklenburg-Vorpommern: Ostsee-Strände, Gutshaus-Romantik Sachsen: Dresdner Elbschlösser, Erzgebirgs-Berggasthöfe

Hochzeitslocations finden


Dekoration und Blumen: Stimmung schaffen

Saisonale Blumenauswahl

SaisonEmpfohlene BlumenBesonderheiten
Frühling (März-Mai)Tulpen, Ranunkeln, Pfingstrosen, FliederFrische Pastelltöne
Sommer (Juni-Aug)Rosen, Dahlien, Hortensien, LavendelGroße Farbvielfalt
Herbst (Sept-Nov)Chrysanthemen, Astern, EukalyptusWarme Erdtöne
Winter (Dez-Feb)Amaryllis, Christrosen, TannenzweigeImport oder trocken

Kosten-Richtwerte:

  • Brautstrauß: 100-300€
  • Anstecker Bräutigam: 15-30€
  • Tischgestecke (pro Tisch): 30-80€
  • Kirchen-/Trauungsdekoration: 200-800€
  • Komplett-Paket Florist: 800-3.000€

DIY vs. Profi-Florist

DIY lohnt sich bei:

  • Einfachen Gestecken und Vasen
  • Trockenblumen-Arrangements
  • Ergänzenden Elementen (Kerzen, Zweige)

Profi empfehlenswert für:

  • Brautstrauß (muss den ganzen Tag halten)
  • Aufwendige Gestecke und Bögen
  • Kirchen- und Altarschmuck
  • Zeitkritische Aufbauten am Hochzeitstag

Dekoration und Blumen für Ihre Hochzeit


Die häufigsten Planungsfehler vermeiden

1. Budget unterschätzen

Das Problem: Über 50% der Paare überschreiten ihr ursprüngliches Budget2.

Die Lösung: Planen Sie von Anfang an einen Puffer von 15-20% ein. Führen Sie eine detaillierte Kostenliste und aktualisieren Sie diese regelmäßig.

2. Zu spät mit der Planung beginnen

Das Problem: Top-Locations und gefragte Fotografen sind 12-18 Monate im Voraus ausgebucht.

Die Lösung: Beginnen Sie mit der Planung, sobald das Datum feststeht. Reservieren Sie Location und Fotograf zuerst.

3. Gästeliste nicht früh genug festlegen

Das Problem: Nachträgliche Zusagen sprengen das Budget und erschweren die Sitzplanung.

Die Lösung: Setzen Sie eine klare RSVP-Frist (mindestens 6 Wochen vor der Hochzeit) und halten Sie diese konsequent ein.

4. Keine Proben durchführen

Das Problem: Am Hochzeitstag funktioniert das Menü nicht, das Kleid sitzt nicht, die Technik streikt.

Die Lösung:

  • Probeessen beim Caterer buchen
  • Mindestens zwei Kleideranproben einplanen
  • Technik (Mikrofone, Musik) vorab testen

5. Alles selbst machen wollen

Das Problem: Paare sind am Hochzeitstag erschöpft und gestresst statt entspannt.

Die Lösung: Delegieren Sie Aufgaben an Trauzeugen, Familie oder einen professionellen Wedding Planner. Am Tag selbst sollten Sie nur genießen müssen.

6. Standesamt vergessen

Das Problem: Die Anmeldung beim Standesamt dauert länger als gedacht oder Dokumente fehlen.

Die Lösung: Informieren Sie sich mindestens 6 Monate vorher über die benötigten Unterlagen und melden Sie die Eheschließung frühzeitig an.

7. Wetter nicht einplanen

Das Problem: Bei Outdoor-Hochzeiten ohne Plan B wird Regen zur Katastrophe.

Die Lösung: Haben Sie immer eine Indoor-Alternative oder Zelte als Backup. Informieren Sie Gäste über wettergerechte Kleidung.


Nach der Hochzeit: Was jetzt zu tun ist

Namensänderung und Dokumente

Falls Sie Ihren Namen ändern, müssen folgende Dokumente aktualisiert werden:

  • Personalausweis und Reisepass
  • Führerschein
  • Bankkonto und Kreditkarten
  • Versicherungen
  • Arbeitsvertrag und Lohnsteuerkarte
  • Mietvertrag

Tipp: Beantragen Sie zuerst die neue Eheurkunde beim Standesamt – diese benötigen Sie für alle weiteren Änderungen.

Steuerklassenwechsel

Verheiratete Paare können ihre Steuerklasse ändern:

  • III/V: Ein Partner verdient deutlich mehr
  • IV/IV: Ähnliches Einkommen beider Partner
  • IV/IV mit Faktor: Genauere Aufteilung

Der Wechsel kann jederzeit beim Finanzamt beantragt werden und gilt ab dem Folgemonat.

Flitterwochen planen

Die Hochzeitsreise gehört für die meisten Paare zum Gesamterlebnis. Das durchschnittliche Budget für Flitterwochen in Deutschland liegt bei 3.000-5.000€2.

Beliebte Ziele deutschsprachiger Paare:

  • Malediven, Mauritius, Seychellen: Tropisches Inselparadies
  • Italien (Amalfiküste, Toskana): Romantik und Kulinarik
  • Griechenland (Santorin, Kreta): Mittelmeer-Flair
  • Thailand, Bali: Exotik zum günstigen Preis
  • Karibik: All-inclusive-Luxus

Timing-Tipps:

  • Direkt nach der Hochzeit: Romantisch, aber oft erschöpft
  • 2-4 Wochen später: Erholung von der Hochzeit, Zeit zum Vorbereiten
  • Einige Monate später: Bessere Preise außerhalb der Hochzeitssaison

Spartipp: Die „Mini-Moon" – ein kurzer Trip direkt nach der Hochzeit (3-5 Tage), die große Reise wird auf später verschoben.

Checkliste: Nach der Hochzeit


Wer bezahlt die Hochzeit? Tradition vs. Moderne

Die traditionelle Aufteilung

Historisch galt in Deutschland folgende Kostenverteilung:

Familie der Braut übernahm:

  • Hochzeitskleid und Accessoires
  • Einladungen und Papeterie
  • Blumen und Dekoration
  • Fotograf
  • Musik (Band/DJ)
  • Großteil des Empfangs/Caterings

Familie des Bräutigams übernahm:

  • Eheringe
  • Brautstrauß
  • Anzug und Accessoires
  • Flitterwochen
  • Getränke beim Empfang
  • Kirchliche Kosten

Die moderne Realität

Diese traditionelle Aufteilung ist heute weitgehend überholt. Aktuelle Studien zeigen:

  • 75-80% der Paare finanzieren ihre Hochzeit hauptsächlich aus eigenen Ersparnissen
  • Eltern-Beiträge sind freiwillige Geschenke, keine Erwartung
  • Nur 5-10% der Paare nehmen einen Kredit auf

Moderne Finanzierungsmodelle:

ModellBeschreibung
Komplett selbstPaare sparen 1-2 Jahre vor der Hochzeit
Eltern-UnterstützungBeiträge zu spezifischen Posten (Location, Catering)
DrittelungPaar + Familie Braut + Familie Bräutigam je 1/3
Nach GästezahlJede Familie zahlt für ihre eingeladenen Gäste

Kommunikation ist entscheidend: Sprechen Sie frühzeitig offen über Erwartungen und Möglichkeiten – sowohl als Paar als auch mit den Eltern.


Dienstleister für Ihre Hochzeit

Was kosten professionelle Dienstleister?

DienstleisterPreisspanne Deutschland
Hochzeitsplaner1.500-5.000€ (oder 10-15% des Budgets)
Fotograf1.500-4.000€
Videograf1.500-3.500€
DJ600-1.500€
Live-Band1.500-4.000€
Florist500-2.500€
Konditor (Torte)300-800€
Make-up & Friseur300-600€

Tipps zur Dienstleisterauswahl

  1. Referenzen prüfen: Schauen Sie sich Portfolios an und lesen Sie Bewertungen
  2. Persönliches Kennenlernen: Die Chemie muss stimmen, Sie verbringen den wichtigsten Tag zusammen
  3. Verträge schriftlich: Alle Leistungen, Zeiten und Kosten schriftlich fixieren
  4. Backup-Plan: Fragen Sie, was passiert, wenn der Dienstleister krank wird

Dienstleister für Ihre Hochzeit finden


Fazit: Ihre perfekte Hochzeit planen

Eine Hochzeit im DACH-Raum zu planen bedeutet, Traditionen und moderne Wünsche zu verbinden. Mit 349.216 Eheschließungen allein in Deutschland 2024 zeigt sich: Der Wunsch zu heiraten ist ungebrochen – auch wenn die Zahlen langfristig sinken1.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Budget: Planen Sie 15.000-30.000€ ein, in der Schweiz entsprechend mehr
  • Zeitrahmen: Beginnen Sie 12-18 Monate vorher mit der Planung
  • Dokumente: Informieren Sie sich frühzeitig über Standesamt-Anforderungen
  • Puffer: 15% Reserve für Unvorhergesehenes einplanen
  • Delegieren: Verteilen Sie Aufgaben und genießen Sie Ihren Tag

Wir wünschen Ihnen eine wunderschöne Hochzeit und einen unvergesslichen Start in die Ehe!


Quellen und Referenzen

Footnotes

  1. Statistisches Bundesamt, Eheschließungen 2024 – Pressemitteilung, 2025. https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/_inhalt.html 2 3

  2. Bridebook, Was kostet eine Hochzeit? Der deutschlandweite Durchschnitt im Jahr 2025, 2025. https://bridebook.com/de/article/was-kostet-eine-hochzeit-der-deutschlandweite-durchschnitt 2 3 4 5 6 7

  3. Statistisches Bundesamt, Ehen im Wandel – Demografischer Wandel, 2025. https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Demografischer-Wandel/Hintergruende-Auswirkungen/demografie-ehen.html

  4. Statistisches Bundesamt, Rund 129.300 Ehescheidungen im Jahr 2024, Pressemitteilung Juni 2025. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/06/PD25_228_126.html

  5. Statistik Austria, Eheschließungen und Scheidungen 2024, Mai 2025. https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/bevoelkerung/ehen-und-eingetragene-partnerinnenschaften/eheschliessungen-und-begruendungen-eingetragener-partnerinnenschaften 2

  6. Bundesamt für Statistik Schweiz (BFS), Eheschliessungen, eingetragene Partnerschaften und Scheidungen, 2025. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/heiraten-eingetragene-partnerschaften-scheidungen.html

  7. WeddyPlace, Hochzeitsstudie 2024, 2024. https://www.weddyplace.com/magazin/

  8. Hochzeitsportal24, Kosten Hochzeit – Übersicht: Was kostet eine Hochzeit?, 2025. https://www.hochzeitsportal24.de/blog/kosten-hochzeit/

  9. Kartenmacher.ch, Kosten für eine Hochzeit in der Schweiz, 2025. https://www.kartenmacher.ch/ratgeber/hochzeit/kosten-hochzeit-schweiz

  10. Ehemomente, So viel Geld schenkt man zur Hochzeit, 2025. https://ehemomente.de/hochzeitsmagazin/so-viel-geld-schenkt-man-zur-hochzeit/ 2 3

  11. Hochzeitsplaza, Was zieht man zur Hochzeit an?, 2025. https://www.hochzeitsplaza.de/hochzeitslexikon/dresscode-hochzeit

  12. Weddies, Hochzeitsbräuche aus aller Welt, 2024. https://www.weddies.de/hochzeitsblog/hochzeitsbraeuche/

  13. Service Berlin, Eheschließung anmelden, 2025. https://service.berlin.de/dienstleistung/318961/

  14. Mariage.ch, Combien coûtent les formalités de mariage?, 2024. https://www.mariage.ch/fr/combien-coutent-les-formalites-de-mariage.html

  15. Notarkammer, Ehevertrag – Kosten und Regelungen, 2024.

  16. Fotopatryk, Polterabend – Alles über die Tradition der Polterhochzeit, 2024. https://fotopatryk.com/polterabend-polterhochzeit/

  17. WeddyPlace, Baumstamm sägen – Das steckt hinter diesem Hochzeitsbrauch, 2024. https://www.weddyplace.com/magazin/baumstamsagen/

  18. Bundesministerium der Justiz, Personenstandsgesetz, 1998/2024.

  19. Hochzeitsplaza, Hochzeitsjubiläen – Alle Namen und Bedeutungen, 2024. https://www.hochzeitsplaza.de/hochzeitslexikon/hochzeitsjubilaeen

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Hochzeit in Deutschland?
Eine Hochzeit kostet in Deutschland durchschnittlich 15.000-30.000€, je nach Gästeanzahl und Ansprüchen. Das entspricht etwa 200-400€ pro Gast. Die größten Posten sind Location und Catering (40-50% des Budgets).
Wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?
Als Gast schenkt man 50-100€ pro Person. Familie gibt typischerweise 100-500€, enge Freunde 80-150€, Kollegen 30-50€. In Bayern und Baden-Württemberg sind die Beträge tendenziell höher.
Was braucht man für die standesamtliche Hochzeit?
Für die standesamtliche Hochzeit benötigen Sie: gültige Personalausweise, beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (max. 6 Monate alt), erweiterte Meldebescheinigung und ggf. Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde.
Wie lange vorher muss man eine Hochzeit planen?
Planen Sie Ihre Hochzeit idealerweise 12-18 Monate im Voraus. Beliebte Locations und Fotografen sind oft ein Jahr im Voraus ausgebucht. Die Anmeldung beim Standesamt ist frühestens 6 Monate vorher möglich.
Wer bezahlt traditionell die Hochzeit?
Traditionell übernahm die Familie der Braut die Hauptkosten. Heute finanzieren die meisten Paare ihre Hochzeit selbst aus Ersparnissen. Eltern unterstützen oft freiwillig mit Beiträgen zu bestimmten Posten.
Welche Farben sind auf einer Hochzeit tabu?
Weiß und Cremetöne sind der Braut vorbehalten. Komplett schwarze Kleidung gilt als unpassend (Trauerfarbe). Auch grelles Rot sollte vermieden werden, da es zu auffällig wirkt.
Wie viele Trauzeugen braucht man in Deutschland?
Seit 1998 sind Trauzeugen in Deutschland nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, aber weiterhin üblich. Maximal zwei Trauzeugen pro Person können eingetragen werden. In Österreich und der Schweiz sind zwei Trauzeugen Pflicht.
Was ist der Unterschied zwischen standesamtlicher und kirchlicher Hochzeit?
Die standesamtliche Trauung ist die einzig rechtsgültige Eheschließung in Deutschland. Die kirchliche Trauung ist ein religiöses Ritual ohne rechtliche Wirkung und setzt seit 2009 keine vorherige Zivilehe mehr voraus.
Wann sind Silberne und Goldene Hochzeit?
Die Silberne Hochzeit feiert 25 Jahre Ehe, die Goldene Hochzeit 50 Jahre. Weitere wichtige Jubiläen: Rubinhochzeit (40 Jahre), Diamantene Hochzeit (60 Jahre) und Eiserne Hochzeit (65 Jahre).
Was ist ein Polterabend?
Der Polterabend ist ein typisch deutscher Brauch am Vorabend der Hochzeit. Gäste zerschlagen Porzellan vor dem Haus des Brautpaares, um böse Geister zu vertreiben. Das Paar muss die Scherben gemeinsam aufkehren – als Symbol für Teamarbeit in der Ehe.

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