
Eine Fotobox zur Hochzeit mieten kostet 200-600€ für 3-5 Stunden1. Budget-Varianten starten ab 99€, Standard-Pakete liegen bei 219-349€, Premium-Lösungen wie Magic Mirror bei 499-699€. Im Preis enthalten sind üblicherweise Sofortdruck, 20-50 Requisiten, USB-Stick und Online-Galerie. Regionale Unterschiede: In Großstädten wie München oder Hamburg zahlen Sie 20-30% mehr als in ländlichen Regionen2.
Eine Fotobox (auch Photobooth genannt) ist heute fester Bestandteil vieler Hochzeitsfeiern. Sie unterhält Gäste jeden Alters, sorgt für spontane Erinnerungsfotos und lockert die Stimmung auf. Anders als der klassische Hochzeitsfotograf liefert die Fotobox ungezwungene Schnappschüsse, die Gäste selbst auslösen. Das Ergebnis: Authentische, lustige Momente statt gestellter Gruppenfotos.
Kosten im Überblick
Die Mietpreise für Fotoboxen zur Hochzeit variieren je nach Ausstattung, Typ und Region erheblich12. Hier die aktuellen Marktpreise für 2025:
| Kategorie | Preis (3-5 Std.) | Leistungen | Beispielanbieter |
|---|---|---|---|
| Budget/Digital | 99-199€ | Digitale Galerie, Grundrequisiten, ohne Sofortdruck | mySelfie (99€), KRUU Lite (199€) |
| Standard | 219-349€ | Sofortdruck unbegrenzt, 20-40 Requisiten, USB-Stick, Online-Galerie | Fexobox (219€), KRUU Basic (249€), Foboxy (299€) |
| Premium | 429-699€ | Magic Mirror oder Fotospiegel, Betreuung, Custom-Layout, Full-HD | Mirrorbox (499€), Magic Mirror (699€) |
| Luxus/Vintage | 790-999€+ | Fotobulli (VW-Bus), Caravan, 360°-Booth, Video-Funktion | Fotobulli (790€), 360-Grad-Paket (ab 899€) |
Zusätzliche Kostenfaktoren:
- Verlängerung: +50-120€ pro Stunde
- Anfahrt: Innerhalb 20-50 km meist kostenlos, dann 0,40-2,29€/km2
- Betreuung vor Ort: +50-150€ (empfohlen)
- Custom-Design: +30-80€ für individuelles Layout
- Gästebuch-Druck: +40-90€ für Sofortalbum
- Video-Botschaften: +80-150€ als Add-on
- 360-Grad-Funktion: +150-300€ zusätzlich
Saisonale Preisunterschiede: In der Hauptsaison (Mai bis September) verlangen Anbieter durchschnittlich 15-25% Aufschlag. Wer im November bis März heiratet, findet häufig Winterrabatte von 10-20%3.
Arten von Fotoboxen
Der Markt bietet verschiedene Fotobox-Typen, die sich in Technik, Platzbedarf und Einsatzmöglichkeiten unterscheiden.
Klassische Fotobox
Die traditionelle Variante mit Touchscreen und Vorhang kostet 200-350€1. Sie besteht aus einem Gehäuse mit integrierter Spiegelreflexkamera, Blitzlicht und Thermodrucker. Gäste wählen am Touchscreen zwischen verschiedenen Layouts, posieren vor dem Vorhang und erhalten nach 8-15 Sekunden den Fotostreifen.
Platzbedarf: 2x2 Meter Grundfläche plus 1 Meter Bewegungsraum. Druckzeit: 10-20 Sekunden pro Ausdruck. Kapazität: Bis zu 500 Ausdrucke pro Füllung. Ideal für: Locations mit begrenztem Platz, klassische Hochzeiten, Budget-bewusste Paare.
Die klassische Fotobox punktet durch Zuverlässigkeit und einfache Bedienung. Selbst technikferne Großeltern finden sich nach kurzer Erklärung zurecht. Nachteil: Nur Halbkörper- oder Portraitaufnahmen möglich, da der Aufnahmewinkel fix ist.
Fotospiegel (Magic Mirror)
Der interaktive Ganzkörperspiegel kostet 499-699€ und ist der aktuelle Trend2. Anders als die Box steht der Gast vor einem 1,80-2,20 Meter hohen Touchscreen-Spiegel. Animationen führen durch den Fotoprozess, digitale Requisiten können eingeblendet werden.
Vorteile: Ganzkörperfotos möglich, beeindruckender Wow-Effekt, interaktive Spiele (z.B. „Unterschreibe auf dem Spiegel"), moderne Optik. Platzbedarf: 2,5x1,5 Meter. Technologie: Tablet-basiert oder Windows-PC mit Touchscreen.
Premium-Modelle bieten Augmented-Reality-Filter, Slow-Motion-Videos und GIF-Erstellung. Gäste können direkt am Spiegel unterschreiben – die Signatur erscheint auf dem Ausdruck. Besonders beliebt bei modernen, designorientierten Hochzeiten.
Nachteil: Höherer Preis, größerer Platzbedarf, teilweise komplexere Bedienung. Für sehr traditionelle Hochzeiten eventuell zu modern.
360-Grad-Booth
Die Video-Plattform für Social Media kostet meist 899€+ als eigenständiges Paket3. Gäste stehen auf einer runden Plattform (Durchmesser 1-1,2 Meter), während eine Kamera auf einem rotierenden Arm 360-Grad-Videos aufnimmt. Dauer: 3-8 Sekunden pro Aufnahme.
Output: Slow-Motion-Videos im Hochformat, optimiert für Instagram Reels, TikTok und WhatsApp-Status. Sofortversand per QR-Code oder E-Mail. Kein Sofortdruck – rein digitales Erlebnis.
Einsatz: Ideal als Ergänzung zur klassischen Fotobox, nicht als Ersatz. Funktioniert am besten bei jungem Publikum (18-40 Jahre). Platzbedarf: 3x3 Meter, da Gäste oft mit Schwung posieren.
Viele Anbieter kombinieren 360-Grad-Booth mit klassischer Fotobox zum Kombi-Preis von 700-900€ (statt einzeln 1.100-1.300€). Die Kombination deckt beide Zielgruppen ab: Print-Liebhaber und Digital Natives.
Fotobulli und Vintage-Varianten
Der nostalgische VW-Bus als Fotobox kostet 790-999€ und ist optisches Highlight2. Statt Standardgehäuse fotografieren Gäste im oder vor einem liebevoll restaurierten Bulli, Caravan oder Vintage-Käfer. Technik identisch zur klassischen Box, aber mit Erlebnis-Charakter.
Vorteile: Deko-Element und Fotobox in einem, perfekt für Outdoor-Hochzeiten, Instagram-tauglich. Nachteile: Nur bei gutem Wetter oder überdachten Locations nutzbar, Anfahrtskosten oft höher (spezieller Transport), Platzbedarf 4x3 Meter.
Beliebt bei: Vintage-Hochzeiten, Scheunenhochzeiten, Festival-Stil-Feiern. Manche Anbieter vermieten den Bulli auch als Candy Bar oder Getränkestand – Mehrfachnutzung senkt Kosten.
Alternative Retro-Optionen: Telefonzelle (britische Red Box), Photomaton-Automat im 60er-Jahre-Design (349-499€), Holz-Fotobox im Landhausstil (279-399€).
Was ist im Preis enthalten?
Die Grundausstattung unterscheidet sich je nach Anbieter und Preiskategorie. Hier die Standardleistungen bei 90% aller Anbieter:
Basispakete (219-349€) enthalten:
- Unbegrenzter Sofortdruck: Fotostreifen (10x15 cm oder 15x20 cm) in Labor-Qualität
- Requisiten: 20-40 Teile (Brillen, Hüte, Schilder, Schnurrbärte, Sprechblasen)
- USB-Stick: Alle Fotos in Originalgröße am Ende der Veranstaltung
- Online-Galerie: Passwortgeschützt, 30-90 Tage verfügbar, Download für Gäste
- Standard-Layouts: 3-5 vorgefertigte Designs mit Platz für Namen/Datum
- Auf- und Abbau: Techniker kommt 30-60 Min. vor Start
- Mietdauer: 3-5 Stunden (je nach Paket)
Premium-Pakete (429-699€) zusätzlich:
- Betreuung vor Ort: Geschultes Personal für die gesamte Mietdauer
- Custom-Layout: Individuelles Design mit Logo, Farben, Schriftarten
- Gästebuch: Zweiter Ausdruck jedes Fotos für Klebe-Album mit Glückwünschen
- Video-Botschaften: Gäste können 15-30 Sek. Videobotschaften aufnehmen
- Social-Media-Upload: Automatischer Upload auf Instagram oder Cloud
- Erweiterte Requisiten: 50-80 Premium-Teile, thematisch abgestimmt
- Greenscreen: Digitaler Hintergrund statt physischem Vorhang
Nicht im Preis enthalten (häufige Zusatzkosten):
- Anfahrt über 20-50 km Umkreis: 0,40-2,29€/km
- Überstunden: 50-120€/Stunde
- Zweitdrucker für kürzere Wartezeiten: +80-150€
- Sofort-Fotobuch mit Ledereinband: +120-200€
- GIF-Animation statt Einzelfotos: +60-100€
- Personalisierte Requisiten (z.B. Schilder mit Gästenamen): +80-150€
Achtung bei Budget-Anbietern: Pakete unter 150€ verzichten oft auf Sofortdruck (nur digitale Galerie), begrenzen Ausdrucke auf 100-200 Stück oder verlangen Aufpreis für USB-Stick. Lesen Sie das Kleingedruckte genau.
Regionale Preisunterschiede
Die Mietkosten für Fotoboxen variieren in Deutschland um bis zu 40% je nach Region2. Großstädte sind 20-30% teurer als ländliche Gebiete.
Preisbeispiele Standard-Paket (4 Stunden, Sofortdruck, Requisiten):
- München, Hamburg, Frankfurt: 349-429€
- Berlin, Köln, Stuttgart: 299-379€
- Dresden, Hannover, Nürnberg: 269-329€
- Ländliche Regionen: 219-279€
Warum sind Großstädte teurer?
- Höhere Lager- und Betriebskosten für Anbieter
- Teurere Mitarbeiter für Betreuung
- Größere Nachfrage bei begrenztem Angebot
- Parkgebühren und City-Maut
Anfahrtskosten-Modelle:
- Kostenloser Umkreis: 20 km (ländlich) bis 50 km (Großstadt)
- Pauschale: 50-100€ für 50-100 km Entfernung
- Kilometerpauschale: 0,40€ (Budget) bis 2,29€ (Premium) pro km2
- Insellage: Sylt, Rügen, Usedom +150-300€ Zuschlag
Spartipp: Prüfen Sie Anbieter aus benachbarten Städten. Ein Leipziger Anbieter kann in Dresden günstiger sein als lokale Konkurrenz, selbst mit Anfahrt. Vergleichen Sie 3-5 Angebote.
Saisonale Faktoren:
- Mai-September (Hochsaison): +15-25% Aufschlag
- November-März (Nebensaison): -10-20% Rabatt möglich
- Samstags: Normalpreis
- Freitags/Sonntags: -5-15% günstiger bei manchen Anbietern
Tipp für Grenzregionen: Deutsche Paare nahe der niederländischen, belgischen oder österreichischen Grenze können durch Anbieter aus dem Nachbarland sparen. Achten Sie auf EU-weite Garantie und deutschsprachige Betreuung.
Anbieter finden und buchen
Die Auswahl des richtigen Fotobox-Anbieters entscheidet über Erfolg oder Frust am Hochzeitstag. Diese 7 Kriterien sollten Sie prüfen:
1. Bewertungen und Referenzen analysieren
Seriöse Anbieter haben mindestens 20 Google-Bewertungen mit Durchschnitt 4,5+ Sternen. Lesen Sie gezielt negative Bewertungen: Welche Probleme traten auf? Wie reagierte der Anbieter?
Warnsignale:
- Nur 5-Sterne-Bewertungen ohne Text (gekauft)
- Negative Berichte über Technikausfälle ohne Ersatzgerät
- Unpünktlichkeit oder fehlendes Personal
- Versteckte Kosten nach Vertragsabschluss
Fragen Sie nach Referenzhochzeiten in Ihrer Location. Manche Locations haben bevorzugte Dienstleister, die Räumlichkeiten und Stromanschlüsse kennen.
2. Technik und Equipment prüfen
Vereinbaren Sie einen Probe-Termin oder besuchen Sie den Showroom. Testen Sie:
- Druckqualität (scharf, farbecht, wischfest?)
- Bedienung des Touchscreens (intuitiv?)
- Ausleuchtung (Blitz ausreichend hell?)
- Druckgeschwindigkeit (unter 20 Sekunden?)
Fragen Sie konkret:
- Welche Kamera wird verwendet? (DSLR besser als Webcam)
- Welcher Drucker? (Thermosublimation besser als Tintenstrahldrucker)
- Gibt es ein Ersatzgerät vor Ort? (Muss bei Premium-Paketen Standard sein)
- Wie alt ist die Technik? (Geräte über 5 Jahre anfälliger für Ausfälle)
3. Vertragsbedingungen klären
Diese Punkte müssen schriftlich fixiert sein:
- Exakte Mietdauer (Start/Ende-Zeitpunkt)
- Was passiert bei Überschreitung? (Kulanz 15-30 Min. oder sofort Aufpreis?)
- Stornobedingungen (bis wann kostenlos, gestaffelte Gebühren)
- Ausfallgarantie (Ersatzgerät innerhalb welcher Zeit?)
- Wer trägt Kosten bei höherer Gewalt? (Unwetter, Stromausfall)
- Anfahrtskosten exakt berechnet (nicht „ca. 50€")
- Zahlungsmodalitäten (Anzahlung, Restzahlung wann fällig?)
Nicht akzeptabel: „Die Kosten können vor Ort angepasst werden" oder „Preise vorbehaltlich Verfügbarkeit". Bestehen Sie auf verbindlichem Festpreis.
4. Betreuung buchen oder selbst organisieren?
Mit Betreuung (Aufpreis 50-150€):
- Techniker ist 30 Min. vor Start vor Ort
- Erklärt Gästen die Bedienung
- Behebt Papierstau, tauscht Druckerpatronen
- Ordnet Requisiten, leert Mülleimer
- Empfohlen bei: Über 80 Gästen, technisch unerfahrenem Publikum, Premium-Boxen
Ohne Betreuung:
- Einweisung per Video oder 15-Min.-Telefonat
- Sie bestimmen einen „Fotobox-Verantwortlichen" aus dem Bekanntenkreis
- Hotline für Notfälle (Reaktionszeit 15-60 Min.)
- Nur geeignet bei: Kleinen Hochzeiten unter 60 Gästen, technikaffinen Gästen
Realität: 70% der unbetreuten Boxen haben kleinere Zwischenfälle (Papierstau, Bedienungsfragen), die 10-20 Min. Verzögerung verursachen3. Die Ersparnis von 50-150€ relativiert sich durch Stress.
5. Zeitpunkt der Buchung
Idealer Buchungszeitpunkt: 3-6 Monate vor der Hochzeit. In der Hochsaison (Mai-September) sind Top-Anbieter oft 6-9 Monate vorher ausgebucht.
Last-Minute-Buchung (unter 4 Wochen):
- Aufpreis von 10-30% möglich
- Eingeschränkte Auswahl bei Modellen und Designs
- Kürzere Vorbereitungszeit für Custom-Layouts
Early-Bird-Rabatt: Wer 9-12 Monate vorher bucht, erhält bei manchen Anbietern 10-15% Frühbucherrabatt. Stornierung oft bis 6 Monate vorher kostenlos möglich.
6. Angebotsvergleich richtig machen
Holen Sie mindestens 3 vergleichbare Angebote ein. Achten Sie auf:
| Vergleichskriterium | Wichtigkeit | Worauf achten |
|---|---|---|
| Preis-Leistung | Hoch | Nicht billigster, sondern bestes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Inklusivleistungen | Sehr hoch | Genau auflisten: Drucke, Requisiten, Betreuung, USB |
| Technik-Standard | Hoch | DSLR-Kamera, Thermosublimationsdrucker, Ersatzgerät |
| Flexibilität | Mittel | Kurzfristige Änderungen möglich? Kulanz bei Überstunden? |
| Reaktionszeit | Hoch | Wie schnell antwortet Anbieter auf Anfragen? |
| Versicherung | Mittel | Haftpflicht für Schäden an Location vorhanden? |
Kostenfalle: Vergleichen Sie Gesamtpreise, nicht nur Basispreise. Anbieter A mit 249€ Basispreis kann durch Zusatzkosten (Anfahrt +80€, Betreuung +100€, Custom-Layout +50€) auf 479€ kommen – teurer als Anbieter B mit All-Inclusive-Paket für 429€.
7. Plattformen und Vermittler
Wo Fotoboxen finden?:
- Google-Suche: „Fotobox mieten [Stadt]" – direkte Anbieter
- Hochzeitsportale: Hochzeitsportal24, weddyplace, Hochzeit.click
- Allgemeine Vermittler: Erento, Mietmeile, eventboxx
- Social Media: Instagram #fotoboxhochzeit, regionale Facebook-Gruppen
Vorteil Vermittler: Preisvergleich auf einer Plattform, Bewertungssystem, teils Bestpreis-Garantie. Nachteil: Vermittlungsgebühr 10-20% (zahlt meist Anbieter, kann in Preis einkalkuliert sein).
Direktbuchung beim Anbieter spart Vermittlungsgebühr und ermöglicht individuelle Verhandlung. Fragen Sie: „Was ist Ihr bestes Angebot bei direkter Buchung?"
Tipps für eure Fotobox
Die beste Fotobox bringt wenig, wenn Platzierung und Timing nicht stimmen. Diese 7 Praxis-Tipps maximieren Spaß und Foto-Ausbeute:
1. Optimaler Standort
Platziert die Fotobox nicht in einer Ecke, sondern sichtbar im Durchgangsbereich – aber ohne Hauptlaufweg zu blockieren. Ideal: Zwischen Tanzfläche und Bar oder nahe dem Ausgang zur Raucherterrasse. Gäste sehen andere beim Fotografieren und bekommen Lust mitzumachen.
Vermeiden: Versteckte Nebenräume (werden vergessen), direkt neben Musikanlage (Vibration stört Drucker), in Feuerwehrzufahrten oder Notausgängen.
Lichtverhältnisse: Fotoboxen haben eigenes Blitzlicht, trotzdem sind helle Räume besser. Vermeiden Sie Gegenlicht durch Fenster im Rücken der Box.
2. Zeitplanung
Startet die Fotobox nach dem Dinner, vor dem Eröffnungstanz (ca. 20:00-20:30 Uhr). Warum? Gäste haben gegessen, sind locker durch ersten Wein, aber noch nicht auf der Tanzfläche.
Peak-Zeiten einplanen:
- 20:30-22:00 Uhr: Höchste Aktivität (60% aller Fotos)
- 22:00-23:00 Uhr: Tanzpausen, neue Gäste entdecken Box
- 23:00-01:00 Uhr: Partyfotos mit Alkohol-Stimmung
Nicht empfohlen: Box während Zeremonie oder Reden laufen lassen – lenkt ab und wird nicht genutzt. Startet frühestens beim Sektempfang.
3. Requisiten clever auswählen
Die Standard-20-Teile aufpeppen: Personalisiert 5-10 Requisiten mit Hochzeitsbezug. Beispiele:
- Schilder: „Team Braut", „Team Bräutigam", „Best Man", „Trauzeugin"
- Sprechblasen mit Insider-Jokes eurer Beziehung
- Mini-Schiefertafel zum Selbstbeschriften
- Requisiten in Hochzeitsfarben (z.B. Burgundy-Fächer bei Bordeaux-Hochzeit)
Vermeiden: Requisiten mit politischen Aussagen, anzügliche Doppeldeutigkeiten (Schwiegermutter schaut mit!), Requisiten aus Latex/Allergie-Material.
Hygiene-Tipp: Stellt Desinfektionsspray bereit. Nach Corona achten Gäste mehr auf Sauberkeit bei geteilten Gegenständen.
4. Gästebuch-Integration
Nutzt den zweiten Ausdruck für ein Klebe-Gästebuch (Aufpreis 40-90€). Legt neben die Box:
- Leeres Album (Fotobuch mit leeren Seiten)
- Klebestifte (3-4 Stück, nicht nur einen)
- Bunte Stifte zum Schreiben
- Schild: „Klebt euer Foto ein und schreibt uns etwas Schönes!"
Resultat: Persönliches Erinnerungsalbum mit Gesichtern UND Glückwünschen. Funktioniert besser als klassisches Gästebuch mit Leerseiten.
Alternative: Digitales Gästebuch. Gäste scannen QR-Code, Foto landet automatisch in Cloud-Gästebuch mit Kommentarfunktion.
5. Ansage zur richtigen Zeit
Lasst den Trauzeugen oder DJ die Fotobox ankündigen – sonst übersehen 30-40% der Gäste sie. Idealer Zeitpunkt: Nach dem Hauptgang, vor dem Dessert.
Beispiel-Ansage: „Liebe Gäste, entdeckt die Fotobox neben der Tanzfläche! Schnappt euch Requisiten, macht lustige Fotos und klebt euren Schnappschuss ins Gästebuch. Das Brautpaar freut sich über eure Kreativität!"
Wiederholung: Zweite Ansage um 22:00 Uhr für Späteinsteiger oder Raucher, die draußen waren.
6. Social Media integrieren
Viele Boxen bieten automatischen Social-Media-Upload oder QR-Code zum Download. Richtet einen Hochzeits-Hashtag ein: #MüllerMeierHochzeit2025
Anleitung für Gäste: Kleines Schild neben der Box: „Teilt eure Fotos mit #[YourHashtag] auf Instagram – so sehen wir alle eure Schnappschüsse!"
Datenschutz beachten: Weist darauf hin, dass Fotos öffentlich werden. Manche Gäste wollen nicht auf Social Media erscheinen. Alternative: Passwortgeschützte Online-Galerie nur für Hochzeitsgäste.
7. Energie und Papier checken
Technische Vorbereitung mit Anbieter klären:
- Stromanschluss in max. 5 Meter Entfernung? (Verlängerung mitbringen lassen)
- Fotopapier für wieviele Ausdrucke? (Standard 400-500, bei 100+ Gästen 600+ empfohlen)
- Wer kontrolliert Papierstand? (Betreuer oder eigene Person bestimmen)
Notfall-Kit bereithalten (bei unbetreuter Box):
- Hotline-Nummer des Anbieters sichtbar auslegen
- Ersatzpapier (falls inklusive, Position klären)
- Taschenlampe (bei Stromausfall)
Realistisch: Bei 100 Gästen über 5 Stunden entstehen 300-600 Fotos. Druckzeit ca. 15 Sekunden = max. 240 Ausdrucke/Stunde. Bei Peak-Zeiten entsteht Warteschlange – das ist normal und gehört zum Spaß.
Häufige Fragen
Wie lange sollte die Fotobox laufen? 4-5 Stunden sind optimal. Startet nach dem Dinner (ca. 20:00 Uhr) und lasst die Box bis Mitternacht oder 1:00 Uhr laufen. Vor dem Essen wird sie kaum genutzt.
Funktionieren Fotoboxen auch outdoor? Klassische Boxen mit Elektronik nur bei überdachten Locations oder garantiert trockenem Wetter. Für Gartenhochzeiten: Fotobulli oder wetterfeste Modelle mit IP-Schutz buchen. Alternative: Box in Pavillon oder Zelt stellen.
Können Gäste Fotos sofort mitnehmen? Ja, beim Sofortdruck erhält jeder Gast sein Foto nach 10-20 Sekunden. Zusätzlich landen alle Bilder auf USB-Stick (Übergabe am Ende) und in der Online-Galerie (Zugang per QR-Code oder Link).
Was passiert mit den digitalen Fotos? Seriöse Anbieter löschen Fotos nach 30-90 Tagen von ihren Servern (DSGVO). Ihr erhaltet USB-Stick mit allen Originalbildern plus Downloadlink zur Galerie. Ladet Fotos zeitnah herunter und sichert sie selbst.
Braucht man WLAN für die Fotobox? Nein, klassische Fotoboxen funktionieren offline. Nur bei Social-Media-Upload oder Cloud-Gästebuch wird WLAN/mobiles Internet benötigt. Anbieter bringen meist eigenen Hotspot mit.
Quellen und Referenzen
Footnotes
-
Trustlocal, Fotobox mieten Kosten 2025: Preise & Tipps, 2024. https://trustlocal.de/kosten/fotograf-kosten/fotobox-mieten-kosten/ ↩ ↩2 ↩3
-
Fotobox-Check, Fotobox mieten Kosten Vergleich Deutschland, 2024. https://fotobox-check.de/fotobox-mieten-kosten ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5 ↩6 ↩7
-
Hochzeitsportal24, Fotobox Hochzeit: Vergleich & Anbieter-Test, 2024. https://www.hochzeitsportal24.de/ratgeber/fotobox-hochzeit/ ↩ ↩2 ↩3